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Malteser in Meckenheim

Neuss: Rettungskräfte probten für den Ernstfall

Mit Martinshorn und Blaulicht trafen am 15. März 2014 mehr als 40 Rettungskräfte an der Neusser Wetthalle am Rennbahn -Park ein. Die Eventlocation war Schauplatz einer groß angelegten Übung von DRK, Johanniter Unfallhilfe, Malteser Hilfsdienst und der örtlichen Feuerwehr unter der Schirmherrschaft von Landrat Hans-Jürgen Petrauschke.

16.03.2014
Die Neusser Rettungskräfte proben für den Ernstfall. Foto: Malteser Neuss.
Die Neusser Rettungskräfte proben für den Ernstfall. Foto: Malteser Neuss.

Während einer Konzertveranstaltung stürzten aus sechs Metern Höhe Musikboxen und schwere Lichttechnik in die Menschenmenge. „In der Halle befanden sich zum Zeitpunkt des Unglücks 980 Besucher und die Rettungskräften trafen zum Teil schwer verletzte Personen an“, so Übungsleiter Tim Gladis von den Maltesern. Während die Helfer zusehends mit der Bergung und Versorgung der Verletzten beschäftigt waren, sicherte die Neusser Feuerwehr die Einsatzstelle vor weiteren herabstützenden Gegenständen. Ziel der Übung war es, die Aufgaben der ersteintreffenden Rettungskräfte sowie den Einsatz einer Patientenablage realistisch dazustellen. So konnten nicht nur die Führungsfunktionen, sondern gerade auch die Funktionen der normalen rettungsdienstlichen Einsatzkräfte geübt werden.

Die Patienten wurden dabei durch laminierte Karten simuliert statt der sonst üblichen Unfalldarsteller. Die Schreie und der Lärm kamen vom Tonband.  „Für die Übung haben wir das System der dynamischen Patientensimulation des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) genutzt“, berichtet Gladis. Jede der Karten stellte dabei einen Patienten dar, der von den Rettungskräften behandelt werden musste. Der Zustand des Patienten kann sich im Zeitverlauf je nach eingeleiteten Maßnahmen ändern. Maßnahmen und Material werden durch Aufkleber angedeutet. „Es ging uns mehr um die Übung von Abläufen als um die Durchführung der Maßnahmen an sich. Durch das System ist es uns möglich, die Abläufe bei zum Glück seltenen Unglücksfällen wie diesem mit relativ geringem Aufwand, aber hoher Effektivität zu üben.“, resümiert der Übungsleiter.   

Mit dem Blick auf die Relevanz für die Bevölkerung im Rhein-Kreis Neuss sagt Landrat Petrauschke: „Diese Übung zeigt mir, dass wir im Ernstfall in Neuss und im gesamten Kreis ein gutes Zusammenspiel der Rettungs- und Hilfsdienste haben.“  

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