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Malteser in Meckenheim

Malteser distanzieren sich von Accon-Onlinepetition: „Weil die Qualität im Rettungsdienst immer stimmen muss“

Der Malteser Hilfsdienst im Rheinland distanziert sich ausdrücklich von der veröffentlichten Onlinepetition der privaten Anbieter im Rettungsdienst und Krankentransport.

24.06.2014
Rettungswagen der Malteser

In der Petition rufen die Unternehmen Mitarbeiter der Hilfsorganisationen auf, sich gegen die vom Land NRW geplante Abschaffung des Paragraphen 19 Abs. 6 im Rettungsdienst-Gesetztes NRW mit ihrer Unterschrift zu richten.

In der Veröffentlichung heißt es: „(…) Sollte der §19 Absatz 6. gestrichen werden, ist eine Verlängerung der Genehmigung immer der Willkür der Aufsichtsbehörde unterworfen. Somit müssten alle Arbeitsverträge mit Ablauf der Genehmigung befristet werden. Dies gilt im Übrigen auch für alle anderen Verträge (…)“. 

Diese Befürchtung teilen die Malteser nicht und weisen zurück: „Uns geht es hier um die Qualität im Rettungsdienst und Krankentransport. Die Malteser haben in vielen Städten und Gemeinden eine Konzession um diesen Dienst am Menschen und im Auftrag der örtlichen Berufsfeuerwehr leisten zu können. Diese Konzessionen erhalten wir zudem durch ein konsequentes Qualitätsmanagement, welches stetig auf dem aktuellsten Stand geführt wird. Ohne diese Gesetzesnovellierung befürchten wir, dass den Städten eine weitere Qualitätskontrolle genommen wird. Wir sind für die Abschaffung des §19 Abs. 6“, äußert sich Marc Friederich, Geschäftsführer der Malteser im Bezirk Rheinland. 

Sicherlich spielen auch die Kosten, damit einhergehend auch bestehende Arbeitsverträge, für private Unternehmen eine wichtige Rolle. Jedoch ist gerade der Punkt der Leistungsqualität im Rettungsdienst für die Malteser von noch viel höherer Bedeutung. Als eine bundesweit agierende Hilfsorganisation, die durch ihr Qualitätsmanagement einen großen Wert auf diesen Punkt legt, sehen die Verantwortlichen die Novellierung des Gesetzes mit einem anderen Auge. „Durch eine entsprechende Änderung des Paragraphen würde es auch eine neue Möglichkeit für Städte und Kommunen geben, die Leistungen und Leistungsfähigkeiten und somit auch die Qualität von privaten Unternehmen in diesem Bereich noch besser zu kontrollieren“, berichtet Marc Friedrich. 

Die Sorge um unsichere Arbeitsplätze ist aus Sicht der Malteser ebenfalls unbegründet. Dazu Marc Friederich: „Für unsere Mitarbeiter ist ein gültiger Tarifvertrag (AVR Caritas) Grundlage der Beschäftigung, der in Anlehnung des öffentlichen Dienstes Berücksichtigung findet. Dies ist ein Tarifvertrag der unseren Mitarbeitern Sicherheit, Fairness und Transparenz gewährleistet“. Ein eingespieltes Team ist zudem für den Rettungsdienst unabdingbar.    

<media 99505 _blank>Pressemitteilung mit Auszug aus dem Rettungsdienst-Gesetz des Landes NRW [...]</media>

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