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Malteser in Meckenheim

Ferienzeit: Malteser geben Tips für den gesunden Urlaub

11.07.2017
Notfallrucksack am Strand bei Sonnenuntergang
Foto: Malteser Münster

In dieser Woche beginnen in NRW die Sommerferien: Urlaubszeit ist freie und unbeschwerte Zeit. Damit dies auch so bleibt, sollte gegen Unfälle vorgesorgt werden. Wenn doch mal was passiert, zahlt es sich aus, sich rechtzeitig über Knochenbrüche, Wasserunfälle, Insektenstiche oder ähnliches informiert zu haben: Was ist jetzt zu tun? Wie lautet die Notrufnummer? In unserer Erste Hilfe-Serie geben wir ab jetzt Tips für einen gesunden Urlaub.

Im ersten Teil erklärt Carsten Möbus, Ausbilder für Erste Hilfe bei den Maltesern in Meckenheim, wie Urlauber den häufigsten Schwierigkeiten sicher begegnen können: „Ganz wichtig ist zu wissen, wen man im Notfall schnell zu Hilfe rufen kann. Die wichtigsten Rufnummern sind die 112 für Rettungsdienst und Feuerwehr sowie 110 für die Polizei. Die 112 ist dabei europaweit einheitlich, während für die Polizei unterschiedliche Notrufnummern gelten. Vor der Fahrt in den Urlaub sollte man sich über die Notrufnummern am Urlaubsort informieren.“

Frage: Gibt es eine Art Check-Liste, was man bei einem Notruf alles angeben sollte?

Malteser: Ja, da sind die fünf W’s: Wo geschah der Unfall, was genau ist geschehen, wie viele Verletzte gibt es, um welche Verletzungen handelt es sich oder um was für eine Erkrankung geht es, und wichtig ist auch, beim Notruf auf Rückfragen der Meldestelle zu warten. Je ausführlicher die Informationen für die Helfer sind, desto schneller und gezielter können sie eingreifen. In den meisten Rettungsleitstellen gibt es inzwischen die sogenannte "standardisierte Notrufabfrage", bei der die Disponenten die notwendigen Informationen abfragen und auch Hilfestellung für Erstmaßnahmen geben können, wie z.B. die Anleitung zur Reanimation."

Frage: Gibt es Beispiele, was man von vornherein machen kann, um den Rettern das Helfen zu erleichtern?

Malteser: Bei Notfällen zu Hause etwa ist wichtig, nicht nur die Straße und die Hausnummer anzugeben, wo die Hilfe erforderlich ist, sondern auch in welchem Stockwerk des Hauses und welcher Name an der Tür oder neben der Klingel steht. Nachts sollte die Außenbeleuchtung eingeschaltet sein und – falls möglich, sollte eine Person an der Haustür den Rettungsdienst erwarten. Je mehr Informationen die Rettungsleitstelle schon beim Notruf erhält, desto früher ist abzusehen, ob etwa technische Hilfe bei einem Unfall erforderlich ist, ob also auch technisches Bergungsgerät an den Unglücksort gebracht werden muss.

Frage: Die Beiträge der Artikelserie sprechen verschiedene Themengebiete an. Was erläutern Sie in diesen Artikeln?

Malteser: Als Themen werden wir eingehen auf Brandverletzungen, Wundversorgung und Hausapotheke, Unfälle am und mit Wasser, Vergiftungen, Knochenbrüche, gefährliche Sommerhitze, Insektenstiche, Zecken und die richtige Ausflugsapotheke.

Frage: Kann man diese Informationen noch vertiefen?

Malteser: Wir haben ein umfassendes Kursangebot für Einzelpersonen ebenso wie für Gruppen. Alle unsere Kurse können auch von geschlossenen Gruppen gebucht werden. Wir bieten neben den bekanntesten wie Erste Hilfe und Erste Hilfe am Kind auch noch Spezialkurse wie etwa besondere Schulungen für Angehörige von Herzpatienten oder Erste Hilfe bei Sportunfällen an. Details können Sie über www.malteser-meckenheim.de abrufen.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE40 3706 0193 0102 9290 12  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PAX