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Malteser in Meckenheim

Tips für den gesunden Urlaub: Mutterkraut und Zwiebelschalen helfen bei Insektenstichen

11.07.2017
Stechende Biene: Der mit Widerhaken versehene Stachel und der ganze Stechapparat mit Giftblase wird aus dem Hinterleib der Biene gerissen und bleibt an der Stichstelle. Muskeln am Stechapparat pumpen weiter Gift in die Wunde.
Bild: "Stechende Biene" von Waugsberg. Lizenz: CC BY-SA 3.0

Welche Hausmittel stehen gegen Juckreiz und Schwellungen durch Insektenstiche zur Verfügung?

 

Von seltenen allergischen Reaktionen abgesehen, sind Stiche von Bienen, Wespen und anderen stechenden Insekten an sich harmlos. Der starke Juckreiz kann wegen des Kratzens zu ausgedehnten Entzündungen der Haut führen. Ein auf etwa 50° C erhitzter Teelöffel, wenige Sekunden auf die betroffene Stelle aufgelegt, kann Schwellung und Juckreiz verhindern. Ist es bereits zu spät, kann eine Kühlung mit Kühlpacks oder Eis sowie Hausmittel wie atherische Öle von Eukalyptus oder Lavendel, die man mit einem sauberen Finger oder Tuch direkt auf den Stich auftragen kann, durch ihre kühlende Wirkung Linderung verschaffen.

 

Gleiches gilt für verdünnten Hamamelisextrakt, der möglichst kalt aufgetragen wird. Auch die frischen Blätter von Melisse und Salbei führen rasch zu einer Besserung. Ein altes Hausmittel ist auch das Mutterkraut. In diesem Fall hilft es, wenn man zwei Esslöffel Blütenköpfe in einer Tasse heißen Wassers ziehen lässt und diesen Sud großzügig auf die betroffene Hautpartie aufträgt. Dieser Aufguss hilft auch als Vorbeugung, da die meisten der stechenden Plagegeister die Essenzen darin nicht mögen. Man kann auch Zwiebelringe direkt auf den Stich oder aber zerstampft in einer Mullkompresse auflegen. Eher unbekannt ist ein Bad der betroffenen Körperregion in einer Lauge aus Wasser und Backpulver, nachdem der Stachel entfernt wurde.

 

Besonders gefährlich sind jedoch Bienen- und Wespenstiche im Mund- und Rachenraum. Schleimhaut und/oder Zunge schwellen schnell an und können die Atemwege blockieren und zu lebensbedrohlichen Atemstörungen führen. Sofortiges Kühlen durch Lutschen von Eis oder Gurgeln von kaltem Wasser verschaffen erste Linderung und lassen die Schwellung zurückgehen. Auch können kalte Umschläge um den Hals eine Verbesserung bewirken.

 

Umgehend sollte jetzt per Notruf (112) Hilfe geholt werden. Setzt die Atmung aus, muss sofort mit einer Atemspende begonnen werden.

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