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Malteser in Meckenheim

Tips für den gesunden Urlaub: Nach erster Hilfe am Ufer immer in die Klinik

12.07.2017
Bild: Dimitri Wittmann, CC0 Public Domain
Bild: Dimitri Wittmann, CC0 Public Domain

Generell sollten Nichtschwimmer nicht aus den Augen gelassen werden. Eine falsche Sicherheit bieten die sogenannten Schwimmhilfen, die zwar zum Badespaß beitragen, aber ein Kind nicht vor dem Ertrinken retten können. Aber auch Schwimmer können beim Baden durch Untiefen, Krämpfe oder plötzliche Erkrankungen in Not geraten.

Bei einem Ertrinkungsunfall dringt zunächst Wasser in Mund und Rachen ein, die Luft wird angehalten und eine erhebliche Wassermenge geschluckt. Nach dieser Phase kommt es zu heftigen Atembewegungen, wodurch in den meisten Fällen Wasser und eventuell auch Erbrochenes eingeatmet wird. In den übrigen Fällen kommt es zu einem Stimmritzenkrampf, der das Eindringen von Wasser in die Lunge verhindert. Auch wenn hier die Gefahr des Erstickungstodes droht, bestehen doch gute Wiederbelebungschancen.

Unter Beachtung des Eigenschutzes wird ein Verunglückter sofort aus dem Wasser gerettet. Nach Kontrolle der Vitalfunktionen Bewusstsein und Atmung folgen entsprechende lebensrettende Maßnahmen: Bewusstlose werden in die Seitenlage gebracht, bei Atemstillstand eine Wiederbelebung begonnen. Weiterhin muss der Betroffene in jedem Fall vor Unterkühlung geschützt werden. Das geht mit einer Rettungsdecke aus dem Erste Hilfe-Kasten, aber auch mit Wolldecken oder trockenen Handtüchern.

Jetzt sollte per Notruf (112) sofort Hilfe geholt werden. Es ist unnötig und gefährlich, Wasser aus den Atemwegen zu entfernen. Dadurch werden lebenswichtige Maßnahmen wie die Wiederbelebung verzögert. In jedem Fall muss der Verunglückte einem Krankenhaus zugeführt werden, denn die Gefahr ist nicht gebannt, auch wenn es dem Betroffenen zunächst wieder gut zu gehen scheint: Innerhalb der nächsten 15 Minuten bis 48 Stunden besteht die Gefahr eines Lungenödems. Hierbei sammelt sich Flüssigkeit in der Lunge und es kann zu Atmungs- und Kreislaufversagen kommen. Daher muss jeder, der einen Beinahe-Ertrinkungsunfall hatte, unbedingt zur Beobachtung ins Krankenhaus.

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