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Malteser in Meckenheim

Tips für den gesunden Urlaub: Schirm, Hut oder Kopftuch beugen einem Sonnenstich vor

12.07.2017
Foto: "Meer in Cannes", Stephanie Kraus CC BY 2.0
Foto: "Meer in Cannes", Stephanie Kraus CC BY 2.0

Bei einem traumhaften Sommer hält man sich oft länger im Schwimmbad oder am See auf, unternimmt ausgedehnte Wanderungen oder eine große Fahrradtour. Vor allem die Kleinen bemerken dabei aber oft die ersten Warnzeichen einer Hitzeerkrankung nicht.

Wer sich die Sonne direkt auf den Kopf scheinen lässt, riskiert eine Reizung der Hirnhäute, die dadurch anschwellen. Vor allem Säuglinge und Kleinkinder sind gefährdet. Einem Sonnenstich vorbeugen lässt sich ganz einfach durch eine Kopfbedeckung. Außerdem sollte die Dauer der Sonneneinwirkung begrenzt sein. Ein Sonnenstich äußert sich zunächst durch einen hochroten, heißen Kopf. Die Haut an den übrigen Körperstellen fühlt sich dagegen eher kühl an. Oft treten Kopfschmerzen auf und es kann zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Auch Schwindelgefühle und Nackensteifheit können auf Sonnenstich hinweisen. Vorsicht ist geboten, wenn es zu Störungen des Bewusstseins kommt.

Der Betroffene sollte zunächst an einen kühlen, schattigen Ort gebracht werden. Wenn möglich, sollte der überhitzte Kopf mit nassen Tüchern gekühlt werden. In regelmäßigen Abständen sollte darüber hinaus Bewusstsein, Atmung und Puls kontrolliert werden. Bei Störungen dieser lebenswichtigen Funktionen sollte unverzüglich ein Notruf veranlasst werden. Ein Hitzschlag kann auftreten, wenn bei hohen Temperaturen die Wärmeabgabe des Körpers durch unangemessene Kleidung verhindert wird. Häufig betrifft dies Kinder, die von den Eltern zwar mit viel Fürsorge, aber deutlich zu dick eingepackt sind. Kalte Hände sind bei den Kleinsten kein Zeichen für unzureichende Kleidung. Daher sollte man lieber am Nacken fühlen, ob das Baby schwitzt oder friert. Normalerweise kühlt sich der Körper durch Schweiß ab. Dieser verdunstet und verringert so die Temperatur. Beim Hitzschlag wird die Schweißbildung jedoch eingestellt, so dass sich der Körper immer weiter aufheizt. Daher fühlt sich de Haut eines Betroffenen nicht nur heiss, sondern auch trocken an und ist am ganzen Körper gerötet. Weiter Anzeichen können ein taumelnder Gang, Kopfschmerzen und Übelkeit bis zum Erbrechen sein. Die Temperatur ist stark erhöht und der Puls rast. Im schlimmsten Fall kann es zu einer Bewusstlosigkeit oder sogar zum Herz- Kreislauf-Stillstand kommen. Auch hier sollte der Betroffene an einen schattigen und kühlen Ort gebracht und dort mit erhöhtem Oberkörper gelagert werden. Die Kleidung muss geöffnet und der Körper mit feuchten Tüchern gekühlt werden. Zum Ausgleich des Flüssigkeitsverlustes sollte Mineralwasser getrunken werden. Auch hier sollten Atmung und Puls ständig kontrolliert werden.

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