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Malteser in Meckenheim

Tips für den gesunden Urlaub: Wegen Schockgefahr bei Brüchen gleich den Notdienst rufen

12.07.2017
Rucksack auf einem Berg
Foto: "Backpack" von "dreimarkfuffzig", CC0 Public Domain

Da Knochenbrüche meist starke Schmerzen verursachen, sollte ein Ersthelfer prinzipiell darauf achten, den betroffenen Körperteil des Verunglückten möglichst wenig zu bewegen. Als sichere Anzeichen für einen Knochenbruch gelten eine unnatürliche Lage oder Beweglichkeit des betroffenen Körperteils oder eine Stufenbildung im Bruchbereich. Bei einem offenen Bruch können Knochenenden sichtbar sein. Weitere Anzeichen, die eher als unsicher gelten, sind Schmerzen und Schwellungen an der betroffenen Stelle. Auch eine Bewegungs-oder Belastungseinschränkung weist nicht unbedingt auf einen Knochenbruch hin, es könnte sich genauso auch um eine Prellung oder Verstauchung handeln.

Nach einem Knochenbruch können Gefahren für den Verletzten darstellen ein Schock aufgrund von Blutverlust und Schmerzen, oder es kann weitere Verletzungen geben, falls der Knochen Gefäße, Organe oder Nerven verwundet. Bei einem offenen Bruch besteht auch die Gefahr einer Infektion. Bei einem Schock ist wichtig, beim Verunglückten die Wärme zu erhalten, die Beine anzuheben und ihn zu beruhigen. Bei Schädel-Hirn-Verletzungen oder bei Becken- und Beinbrüchen ist eine Ganzkörperschräglage jedoch schonender. Häufig werden Personen mit Knochenbrüchen von Verwandten oder Freunden im Auto transportiert. Wegen der Gefahr eines Schocks ist davon abzuraten. Es ist wesentlich sinnvoller, den Rettungsdienst zu verständigen. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes vergeht noch einige Zeit, hier ist es manchmal notwendig, zur Schmerzlinderung bereits am Unfallort den Knochenbruch behelfsmäßig ruhig zu stellen.

Möglich ist dies durch Umpolstern des betroffenen Bereiches mit geeignetem Material wie etwa gerollten Kleidungsstücken, Decken, Kissen oder ähnliches. Handelt es sich um einen offenen Knochenbruch, muss zusätzlich die entstandene Wunde keimfrei abgedeckt werden. Einen geschlossenen Bruch kann man mit kalten Tüchern kühlen. Bei einigen Knochenbrüchen sind besondere Vorsichtsmaßnahmen notwendig, so sollte im Kopfbereich darauf geachtet werden, dass die Atemwege frei bleiben, dies wird durch eine nach vorn übergebeugte Sitzhaltung des Verletzten erreicht. Bei Brüchen im Beckenbereich sollte der Verletzte nicht unnötig bewegt werden, durch das Unterschieben einer Knierolle tritt eine Entlastung ein. Bei Brüchen der Wirbelsäule sollte eine Bewegung nur durch den Rettungsdienst erfolgen. Bei Brüchen im Bereich des Brustkorbes sollte der Verletzte nach Möglichkeit seitlich auf der verletzten Seite gelagert werden, um zumindest auf der unverletzten Seite eine ungehinderte Atmung zu gewährleisten. Auch hier gilt: nicht unnötig bewegen und einen Notruf veranlassen.

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