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Malteser in Meckenheim

Tips für den gesunden Urlaub: Die alten Hausmittel nützen bei Brandwunden gar nichts

12.07.2017
Foto: pooch_eire, CC0 Public Domain

Lange Abende am Lagerfeuer und gesellige Grillfeste gehören zu den schönsten Seiten des Sommers. Leider kommt es aber auch immer wieder zu Unfällen. Bereits die Verbrennung eines Arms führt bei Kindern zu einem lebensbedrohlichen Zustand. Ist es zu einer Verbrennung oder Verbrühung gekommen, sollte man zunächst den Schweregrad beurteilen.

Verbrennungen und Verbrühungen ersten Grades, wie z.B. ein normaler Sonnenbrand, führen zu einer Rötung und späteren Ablösung der Haut. Bei Verbrennungen zweiten Grades bilden sich sofort Blasen auf der Haut, die dritten Grades führen zu einer vollständigen Zerstörung von Haut und umliegendem Gewebe. Durch großflächige Brandwunden verliert der Körper viel Gewebsflüssigkeit und Salz. Der Flüssigkeitsverlust führt zusammen mit den Schmerzen zu einem Schock. Zudem schützt die Haut den Körper nicht mehr, wodurch Keime ins Gewebe eindringen und zu Infektionen führen können. Als Faustregel gilt, dass die Handfläche des Verletzten etwa ein Prozent der Körperoberfläche ausmacht.

Für kaum eine andere Verletzung gibt aber es so viele falsch überlieferte Hausmittel wie Verbrennungen: Ein leichter Sonnenbrand kann zwar gut mit Hausmitteln wie Buttermilch, Quarkpackungen oder After-Sun Lotionen behandelt werden, Mehl, Butter, Speiseöl und dergleichen gehören jedoch in die Küche, keinesfalls auf Brandwunden.

Eine sinnvolle Sofortmaßnahme ist ausgiebiges Kühlen unter fließendem, lauwarmem Wasser. Bei Verbrennungen im Bereich von Gesicht und Hals sowie dem Mund-Rachenraum sollte man dem Betroffenen Eiswürfel zum Lutschen oder kaltes Wasser zum Gurgeln geben. Verbrannte oder verbrühte Kleidung sollte rasch aber vorsichtig und keinesfalls gegen einen Widerstand entfernt werden und die Haut mit einem keimfreien Verbandtuch abgedeckt werden. Der Transport eines Verletzten mit größeren Brandwunden sollte unbedingt durch den Rettungsdienst erfolgen.

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