Navigation
Malteser in Meckenheim

Tips für den gesunden Urlaub: Zecken aus der Haut hebeln

12.07.2017
Zecke auf der Haut
Foto: "Zecke" von Pw95, CC BY 2.0

Zecken übertragen zwei gefährliche Krankheiten: die Frühsommermeningoenzephalitis (FSME) und die Lyme-Borreliose (Wanderröte). Die Wanderröte ist wahrscheinlicher. Sie zeigt sich zunächst durch eine von der Bissstelle ausgehende und sich immer weiter ausdehnende Hautrötung. Symptome wie Fieber und ein allgemeines Krankheitsgefühl können außerdem auftreten. Chronische Spätschäden können das Nervensystem und die Gelenke betreffen.

Die andere Krankheit (FSME) äußert sich zunächst als grippeähnlicher Infekt, der sich in seltenen Fällen zu einer Hirn- bzw. Hirnhautentzündung weiterentwickeln kann. Gegen FSME kann man vorbeugend oder in Form einer passiven Schutzimpfung nach einem Zeckenbiss impfen. Die beste Maßnahme gegen beide Erkrankungen ist sicherlich die Vermeidung von Zeckenkontakt. Nach Aufenthalt im Wald oder im hohen Gras sollten in Zeckengebieten alle feuchtwarmen Körperstellen auf Zecken untersucht werden, damit frühzeitig eine vorbeugende Behandlung einsetzen kann.

Am besten lassen sich Zecken mit einer Zeckentange oder –karte ohne Drehung aus der Haut hebeln. Dabei sollten sie nicht zerquetscht oder etwa mit Öl, Klebstoff oder ähnlichem bestrichen werden, da sonst das Tier in „Panik“ gerät und noch mehr infektiösen Speichel in die Haut pumpt. Lässt sich die Zecke nicht oder nicht vollständig entfernen, muss aber in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden. Dieser kann auch eine FSME-Schutzimpfung bzw. eine vorbeugende Behandlung gegen die Lyme-Borreliose vornehmen. Es empfiehlt sich außerdem, sich das Datum eines erfolgten Zeckenbisses aufzuschreiben, da die Symptome beider Erkrankungen zeitverzögert auftreten können und nicht immer gleich mit einem Zeckenbiss in Verbindung gebracht werden.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE40 3706 0193 0102 9290 12  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PAX