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Malteser in Meckenheim

Köln: Rosenmontagszug von Kutschenunfall überschattet: Sanitätsdienst schnell vor Ort

13.02.2018

Bis zum frühen Nachmittag verlief der Einsatz der Sanitäter und Ärzte der vier Kölner Hilfsorganisationen beim Rosenmontagszug ruhig und ohne besondere Vorkommnisse. Gegen 14.19 Uhr ereignete sich im Bereich Appellhofplatz ein Unfall mit einer Kutsche, bei dem mehrere Personen verletzt wurden. In unmittelbarer Nähe des Unfallortes befand sich eine Unfallhilfsstelle des DRK, von wo aus unverzüglich Sanitäter die Sofortmaßnahmen und Erstversorgung bis zur Übernahme der Patienten durch den Rettungsdienst übernommen haben. „Das geschah koordiniert, schnell und in enger Abstimmung mit dem Rettungsdienst der Stadt Köln“, so Einsatzleiter Klaus Albert von den Maltesern. Zusätzlich wurden über die Einsatzleitung des Sanitätsdienstes sechs besonders ausgebildete Einsatzkräfte der Malteser zur psychosozialen Betreuung und Krisenintervention an die Einsatzstelle geschickt, um sich um betroffene Unverletzte und Ersthelfer zu kümmern. In der Nähe der Einsatzstelle wurde dazu kurzfristig eine Betreuungsstelle im Gebäude des WDR eingerichtet, der dazu unbürokratisch und schnell Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hatte. Insgesamt wurden somit drei Verletzte durch Sanitäter des DRK erstversorgt und fünf weitere unverletzte Betroffene durch das Kriseninterventionsteam betreut, darunter drei Einsatzkräfte.

Kurz nach diesem Einsatz wurde das Team um Notfallseelsorger Dr. Zenon Szelest auf die Mohrenstrasse in den Einsatz gerufen. Dort mussten nach einem Unfall drei Angehörige eines schwerverletzten Patienten betreut werden. „Der Einsatz heute hat uns gezeigt, wie wichtig es ist, solche Experten in die Einsatzplanung mit aufzunehmen“, so Klaus Albert.

Im Kölner Rosenmontagszug waren ASB, DRK, Johanniter und Malteser unter Gesamteinsatzleitung der Malteser mit 520 Helferinnen und Helfern ehrenamtlich im Einsatz. Sie stellten an 24 Unfallhilfsstellen entlang der Zugstrecke die sanitäts- und rettungsdienstliche Versorgung der Jecken sicher. Insgesamt 155 mal mussten die Sanitäter im Laufe des Tages bis 19.00 Uhr (Zugende) Erste Hilfe leisten. 50 Patienten mussten zur weiteren medizinischen Versorgung in Krankenhäuser transportiert werden. „Die Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen untereinander und mit dem Rettungsdienst der Stadt Köln“, so Albert, „hat ganz ausgezeichnet funktioniert“. Neben Sanitätern aus der Domstadt waren in diesem Jahr auch wieder ehrenamtliche Einsatzkräfte aus verschiedenen Bundesländern und sogar aus Monaco, Österreich und Polen extra für den Straßenkarneval in Köln angereist.

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