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Malteser in Meckenheim

Großbrand im Meckenheimer Industriegebiet - Keine Schadstoffbelastung gemessen

Malteser versorgen und betreuen rund 250 Personen

11.05.2018
Jeweils am Vor- und Nachmittag verpflegten die Kräfte des Betreuungsdienstes die Feuerwehrleute und Betroffenen. Die Ausgabestelle musste hierbei am Nachmittag in den Bereich in der Dekontaminationseinheit verlegt werden.

Gegen 6 Uhr am heutigen Morgen wurde die Feuerwehr aufgrund eines Brandes in einer Lagerhalle in der Mühlgrabenstraße im Meckenheimer Industriepark alarmiert. In der Halle wurden Kunstharze und Lacke gelagert. Der Betreuungsdienst der Malteser wurde um 7 Uhr nachalarmiert, da damit zu rechnen war, dass der Einsatz länger dauern würde.

Die Feuerwehrkräfte vor Ort hatten den Großbrand schnell unter Kontrolle. Personen sind nicht zu Schaden gekommen. Vorsorglich wurde die Bevölkerung durch die Medien aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen, gegen 11 Uhr konnte aber Entwarnung gegeben werden. Messungen im gesamten Stadtgebiet und den benachbarten Kommunen hatten keine Schadstoffbelastungen ergeben.

Mit rund 25 Einsatzkräften wurde der Betreuungsdienst im Rhein-Sieg-Kreis hinzugezogen, um die Betroffenen, die rund 250 Feuerwehrleute und Helfende anderer Organisationen mit Getränken und Essen zu versorgen. Dabei wurden rund 300 belegte Brötchen, 60 Liter Kaffee und 150 Portionen Nudeln mit Gulasch ausgegeben. Hinzu kommen über 1.000 Kaltgetränke, die bei Weitem den größten und wichtigsten Anteil ausmachen.

Die umgehend eingerichtete Telefon-Hotline der Stadt Meckenheim konnte die ersten Fragen der Bürgerinnen und Bürger beantworten. Mittlerweile hatte sich die Lage entspannt, so dass die Hotline gegen 14 Uhr eingestellt werden konnte.
Aufgrund der Wetterverhältnisse beschränkten sich die Niederschläge der Brandrückstände auf einen Korridor über der Meckenheimer Altstadt und dem neuen Markt. Für die Bürger hat die Stadt Meckenheim hierzu folgende Handlungsempfehlung herausgegeben:
Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten sollen gründlich mit Wasser abgewaschen werden, ansonsten bauen sich die Stoffe von selbst ab. Ascheflocken oder derartiges sollen mit Handschuhen aufgenommen und im Restmüll entsorgt werden.

Für Einsatzsituationen wie diese halten alle Betreuungseinheiten im Rhein-Sieg-Kreis tagtäglich wenigsten 250 Rationen Getränke, Lunchpakete und Warmverpflegung vor. Der Betreuungsdienst ist so stets gewappnet, um auch größere Lagen zu bewältigen. Je nach Größe eines Einsatzes wird hierbei Hilfe hinzugezogen, wie heute von den benachbarten Einheiten des DRK aus Bad Honnef und Rheinbach oder beispielsweise der Bäckerei Mauel aus Meckenheim.

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