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Malteser in Meckenheim

50 Jahre Malteser Meckenheim

50 Jahre Malteser in Meckenheim

Seit 1965 sind die Malteser in Meckenheim aktiv.

Am 18. April 2015 wurde dieses Jubiläum mit vielen Gästen in der Schützenhalle in Meckenheim gefeiert.

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Unser herzlicher Dank geht dabei an DIE Band für die tolle Musik, lights & lyriks für die Veranstaltungstechnik, das Team vom Interludio für das großartige Essen, das Team von Getränke Küster für den Service!


Rede des Stadtbeauftragten anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Malteser in Meckenheim

Meine Damen und Herren, liebe Gäste 

50 Jahre sind eine lange Zeit - umso mehr freue ich mich, dass heute gleich vier meiner Vorgänger unter uns sind.

Drei von ihnen sind auch Gründungsmitglieder der Malteser in Meckenheim. Wahrscheinlich hat keiner von ihnen geahnt, dass wir heute hier auf 50 Jahre zurückblicken werden, als sie sich 1965 als Jung-Kolpingmitglieder entschieden, eine Malteser-Gruppe zu gründen.

Starthilfe bekamen die Neu-Malteser von der ebenfalls noch jungen Nachbargliederung Rheinbach: Mit einer Sanitätsdienstausbildung, zwei Decken und zwei Sanitätstaschen ausgestattet konnten auch in Meckenheim Erste Hilfe-Ausbildungen und Sanitätsdienste angeboten werden. Bis heute verbindet uns mit den Maltesern in Rheinbach eine intensive Beziehung, auch über die reine Zusammenarbeit in unseren Diensten hinaus.

Man wächst mit seinen Aufgaben, und so ging es auch den Maltesern in Meckenheim. Schon bald war der Raum im Pfarrheim von Sankt Johannes zu klein geworden. Der Raum wird übrigens bis heute „Malteser-Raum“ genannt. 1975 begann die Renovierung des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses an der Neustraße. Die inzwischen leider verstorbene Stadtbeauftragte Irmingard Meier und ihre Helfer richteten alles in Eigenarbeit für die Bedürfnisse der Gliederung her. Zur Einweihung am Johannistag war auch der damalige Malteser-Generalsekretär Georg von Truszczynski zu Gast.

An den Toren der Fahrzeughalle sind bis heute unsere achtspitzigen Kreuze zu sehen. Hier fand auch der erste eigene Krankentransportwagen Platz. Neben den Erste Hilfe-Kursen und den obligatorischen Sanitätsdiensten bei Fußballturnieren konnte man nun auch bei Autorennen am Nürburgring Dienst tun. Besonderer Höhepunkt dieser Zeit war aber ganz sicher der Einsatz beim Papstbesuch im Butzweiler Hof 1980.

Auch im Katastrophenschutz, damals noch „Luftschutzhilfsdienst“ waren die Meckenheimer Malteser aktiv: in Wormersdorf war ein motorisierter Fernmeldezug stationiert. Dessen Aufgabe war die Wiederherstellung und Aufrechterhaltung der Kommunikation im Verteidigungsfall - damals sowohl per Funk als auch mit Feldkabeln, die per Kabeltrommel über lange Strecken ober- und unterirdisch verlegt wurden. Knapp 15 Kilogramm brachten die Rucksäcke damals auf die Waage, auf denen eine Trommel mit rund 800 Metern Kabel festgeschnallt war.

Auch damals schon dienten Sanitätsdienste als Übung für den Ernstfall: Bei der Rallye Köln-Ahrweiler wurde beispielsweise über die gesamte Strecke hinweg eine Fernmeldeverbindung für den Sanitätsdienst errichtet. Wie wichtig solche Übungen für den Ernstfall sind, zeigte sich für die Gliederung Mitte der 80er Jahre: Beim Swist-Hochwasser im Mai 1984 und bei dem schweren Nebelunfall auf der A 61 im Januar 1985 kam der Fernmeldedienst zum Einsatz. Um die Funknetze zu entlasten, verlegten die Helfer Feldkabel im Einsatzgebiet und ermöglichten so die Kommunikation an den Einsatzstellen.

Das Ende des Kalten Krieges brachte auch für die Meckenheimer Malteser Veränderungen mit sich. Der Bund zog sich aufgrund der erfolgreichen Friedenspolitik weitgehend aus dem Katastrophenschutz zurück. Der Fernmeldezug wurde aufgelöst, und der Betreuungsdienst wurde zur neuen Aufgabe der Malteser in Meckenheim, die inzwischen ihre Dienststelle an der Hauptstraße bezogen hatten. Der Betreuungsdienst versorgt unverletzte Betroffene oder verpflegt Einsatzkräfte bei größeren Lagen, hier in Meckenheim z.B. beim Feuer in der Sporthalle 2008, der Hausexplosion 2011 oder zuletzt dem Brand im Gewerbegebiet, aber auch außerhalb, wie beim Brand im Phantasialand oder dem Zugunglück in Brühl.

Auch im Sanitätsdienst und der Ausbildung gingen die Malteser in Meckenheim neue Wege:Eine Fahrradstaffel erweiterte die Einsatzmittel bei Sanitätsdiensten - seit 2010 dank einer Spende des RWE auch kräftesparend mit E-Bikes. Diese kam zum Beispiel  auch beim Weltjugendtag in Köln und auf dem Marienfeld zum Einsatz.

Seit dem Umzug an die Königsberger Straße 2002 betreuen die wir auch die Schulsanitäter am SchulCampus. Natürlich wollen wir primär Maßnahmen der Ersten Hilfe vermitteln. Glücklicherweise können wir aber auch immer wieder junge Leute von uns überzeugen. Viele der unserer Aktiven sind ehemalige Schulsanitäter.

So ein Rückblick kann sicher niemals vollständig sein. Vieles von dem, was ich Ihnen gerade erzählt habe, ist passiert, bevor ich selbst bei den Maltesern oder überhaupt auf der Welt war. Dass wir heute hier sein, auf das alles zurückblicken und ein 50-jähriges Jubiläum feiern können, ist vor allem all denen zu verdanken, die sich in ihrer Freizeit und ohne Bezahlung unzählige Stunden für die Malteser engagiert haben. Die Ehrenamtlichen sind das wichtigste Kapital unseres Verbandes. Durch ihr Engagement und ihre Fähigkeiten konnte ein starkes Team zusammenwachsen, und ich kann gar nicht sagen, wie stolz ich bin, heute mit dieser Gliederung das 50-jährige Jubiläum zu feiern und mit diesem Team in die nächsten 50 Jahre zu starten - mindestens.

Auch wenn Worte nie ausdrücken können, wie unschätzbar wichtig sie alle waren und sind, bleibt mir zum Schluss nur noch eines:

Danke zu sagen allen Helferinnen und Helfern, allen Spendern, Förderern und Unterstützern der letzten fünfzig Jahre.

Herzlichen Dank.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE40 3706 0193 0102 9290 12  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PAX